Evang.-Luth. Kirchgemeinde Stadtlengsfeld

 
 

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Evanglisch - Lutherische Kirchgemeinde Stadtlengsfeld
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DIE GESCHICHTE DER KIRCHE STADTLENGSFELD

1141 erwähnt eine Urkunde des Bischofs Emmerich zu Würzburg die Kirche in Lengsfeld. In dieser Zeit waren hier unter einem Präpositus mehrere Geistliche stationiert, die viele umliegende Ortschaften bis über Roßdorf hinaus als Wanderprediger betreuten. Ihre Klause lag in dem noch heute so bezeichneten "Pfaffental". Auf das hohe Alter der ersten Kirche weist auch der Turm mit den romanischen Fenstern im oberen Geschoss und den spätgotischen Gewölben im Chorraum, der zu den ältesten Steinbauten in dieser Gegend zählt.



1536 wurde in Lengsfeld die Reformation eingeführt
1538 baute man die Kirche als Predigtkirche um und schmückte sie im Laufe der Zeit mit vielen Bildhauerarbeiten und Grabmälern der Patronatsfamilie von Boyneburg.
1780 schon wurde die baufällig gewordene Kirche wieder abgerissen und in ihrer heutigen Gestalt aus rotem Sandstein neu errichtet. Dabei vermauerte man aus Unkenntnis die Grabmäler als gewöhnliche Steine. Vor dem Triumphbogen des Chorraumes erstellte man einen hölzernen Kanzelaltar.
1790 wurde die neue Kirche eingeweiht.
Den großen Stadtbrand von 1878 überstand die Kirche ohne Schaden. Die Orgel stammt aus der Bauzeit des Hauptraumes 1780 - 1790. Sie ist ein altes Schleifladenwerk mit zwei Manualen, einem Pedal und zusammen 31 klingenden Registern. Im Jahre 1969 wurde sie generalüberholt.

1944 Im 2. Weltkrieg wurden drei Glocken, davon eine mit der Jahreszahl 1634 abgeholt, um sie zu Munition zu verarbeiten. Nur die kleine Glocke, die aus der Zeit um 1500 stammt und die Inschrift „et verbum caro factum“ (das Wort ist Fleisch geworden, Johannesevangelium 1,14) trägt, blieb auf dem Turm.
1950 kam die Glocke mit der Jahreszahl 1634 vom Glockenfriedhof in Hamburg nach Stadtlengsfeld zurück. Sie war ihres Wertes wegen von der Einschmelzung zurückgestellt worden. 1953 weihte Landesbischof D. Mitzenheim drei neue Stahlglocken der Firma Schilling in Apolda, so dass die Kirche nun über ein Geläut von fünf Glocken verfügt.


1961 wurde die Kirche renoviert. Der Kanzelaltar, der den Blick in den Chorraum verdeckte, wurde entfernt. Altar und Kanzel wurden neu gestaltet. Zugleich stellte man den rund 400 Jahre alten Taufstein, der bei den Umbauten wieder gefunden wurde, auf und gestaltete das Gestühl neu.
1963 wurde in das Kirchenschiff eine elektrische Heizung eingebaut.

1992 wurde nach dem Gebirgsschlag am 3.März 1989 die Mahlschicht in der Kirche erneuert. 1998 im Dezember wurde die elektronische Funkuhr eingebaut. Damit konnten Läuteanlage und Heizung elektronisch gesteuert werden. 1999 im April wurde durch die Firma Knipping, Oepfershausen eine komplette neue Läuteanlage für vier Glocken eingebaut. Im Dezember wurde durch die gleiche Firma auch die Turmuhr an die Funkuhr angeschlossen.

2000 die Sandsteintreppe zur Kirche, errichtet 1780, wird von Grund auf erneuert. Die Bauarbeiten wurden von der einheimischen Firma „Gerber GmbH“ ausgeführt, die Stufen und Wangen sind von der Firma „Bräuning & Raßbach“ in Bernshausen hergestellt und gesetzt worden.

2005   Juli/August: Die elektrische Bankheizung in der Kirche entsprach nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen und erbrachte nur noch wenig Leistung. Es werden durch die Firma Elektrik Vacha Instal GmbH moderne Infrarot Sitzbankstrahler mit Thermostat installiert.
Die bisherige Heizung hatte 43 Jahre ihren Dienst getan.
Im Zusammenhang mit dem Einbau der Heizung musste der Holzfußboden unter den Sitzbänken vollständig erneuert werden.
Der vor 60 Jahren eingebaute Fußboden  wurde vollständig abgerissen und neu aufgebaut. 
Die Zimmererarbeiten wurden von der Firma Manfred Lorey aus Wiesenthal ausgeführt.
Die Arbeiten begannen am 4. Juli und wurden am 31. August termingemäß abgeschlossen. In dieser Zeit fanden unsere Gottesdienste in der katholischen Kirche statt.
In einem Dankgottesdienst am 11. September (Tag des offenen Denkmals) wurde die Kirche feierlich wiedereröffnet.

2008 August/September:  Beginn der Restaurierung der Fenster in der Kirche, zunächst in der oberen Etage auf der Friedhofsseite durch die Tischlerei Seidenzahl aus Dippach bei Berka/Werra. In den folgenden Jahren wird die Restaurierung fortgesetzt.


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